Dabei hat jedes seine besondere Eigenart: Beim ERSTEN HOCHGEBET (GL Nr. 367) handelt es sich um das 1500 Jahre hindurch von der römisch-katholischen Kirche als einziges in ihrer Meßfeier verwendete, weshalb es den Namen "römischer Kanon" (Kanon = Regel, das Vorgegebene) trägt. - Das ZWEITE HOCHGEBET (GL 360) geht auf eine alte Vorlage zurück, nämlich auf das Eucharistiegebet des hl. Hippolyth (+ 235/236). Als die dafür eingesetzte Kommission 1967 ihre Ergebnisse der Vollversamm-lung des Liturgierates vorlegte, wurde dieser Text in den Grundzügen beibehalten. - Das DRITTE HOCHGEBET (GL 368) wurde vorwiegend aus Elementen des alten Kanon zusammengestellt, jedoch "nach den Gesichtspunkten eines leichter verständlichen Aufbaus und einer logischeren Abfolge" (Emminghaus). - Das VIERTE HOCHGEBET (GL 369) ist ebenfalls eine Neuschöpfung, welche besonders intensiv den Gedanken der Heilsgeschichte betont sowie den Eucharistiegebeten der Ostkirche eng verwandt ist.
Allen vier Hochgebeten gemeinsam ist die Tatsache, daß sie unseren Alltagshorizont mit seinen Problemen überschreiten und uns daran erinnern, wie Gott in der Geschichte am Menschen "ein für alle Mal" (Hebr 9,26.28) segensreich gehandelt hat.

Ihnen allen erholsame und bereichernde Ferientage