Kirche geöffnet
trotz Bauarbeiten!
Veranstaltungen
in der Theatinerkirche
Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Jubiläums-Benefizkonzert

HEUTE, Sonntag, 04.12.2016

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
08.15 Uhr
Hl. Messe mit Predigt
09.30 Uhr
- 10.30 Uhr Beichte
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit Gregorianischem Choral
12.00 Uhr
Hl. Messe mit Predigt
17.00 Uhr
der Allerseelenbruderschaft
18.00 Uhr
Rosenkranz
18.30 Uhr
Hl. Messe mit Predigt und Orgel
20.00 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

04.12. 2. Adventssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit Gregorianischem Choral
Prediger:
P. Wolfgang Hariolf Spindler OP
Thema:
Die Axt an der "Wurzel der Bäume'' (Mt 3,10): Leon Bloy
Musik:
Missa Adventus
04.12. Konvent
17.00 Uhr
der Allerseelenbruderschaft
05.12. Requiem
17.30 Uhr
der Allerseelenbruderschaft
08.12. Rorate-Messe
06.30 Uhr
mit Zithermusik
11.12. 3. Adventssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Wolfgang Hariolf Spindler OP
Thema:
"Idiot''und Anachronist: Botho Strauß
Musik:
Missa Brevis von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)
15.12. Rorate-Messe
06.30 Uhr
mit Zithermusik
18.12. 4. Adventssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Wolfgang Hariolf Spindler OP
Thema:
,,Das Recht im Inbild jener Fraue'': Konrad Weiß
Musik:
Missa for four voices von William Byrd (1540-1623)
24.12. In der Heiligen Nacht
20.00 Uhr
Feierliche Christmette mit Trompete, Orgel und deutschen Weihnachtsliedern
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Gott nahm menschliche Natur an
25.12. 1. Weihnachtsfeiertag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Wolfgang Hariolf Spindler OP
Thema:
,,Tief schürfen wie in einem reichen Bergwerk'': Weihnachten mit Johannes vom Kreuz
Musik:
Missa Brevis in D (KV 194) für Chor und Orchester von Wolfgang A. Mozart (1756-1791) und Transeamus usque Betlehem von Joseph Schnabel (1779-1867)
26.12. 2. Weihnachtsfeiertag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Musik:
Missa Brevis St. Johannis de Deo (Kleine Orgelsolomesse) für Chor und Orchester von Joseph Haydn (1732-1809) und Transeamus usque Betlehem von Joseph Schnabel (1779-1867)
31.12. Hl. Silvester, Bischof und Märtyrer
16.00 Uhr
Jahresschlussandacht
Musik:
mit Werken von Wolfgang A. Mozart (1756-1791) und Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Veranstaltungen

08.12. Führung durch die Bibel
18.00 Uhr
-19.00 Uhr im Dominikanerkloster (Durchgang nach der Abendmesse durch die Sakristei) mit P. Dr. Klaus Obermeier OP, Lk 1,5-2,52 - Jesu Ursprung in Gott. Die lukanische ''Kindheitsgeschichte''
22.12. Führung durch die Bibel
18.00 Uhr
-19.00 Uhr im Dominikanerkloster (Durchgang nach der Abendmesse durch die Sakristei) mit P. Dr.Klaus Obermeier OP, Apg 3,1-4,31 - Christusverkündigung der Apostel trotz Verfolgung und Drohung

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten von St. Kajetan.

Bitte beachten Sie: Von Montag, 05.12.16 bis Freitag, 09.12.16 wegen dringender Renovierungsarbeiten keine Beichtgelegenheit im Tagesbeichtstuhl vor der Sakristei. An diesen Tagen Beichtgelegenheit ab 16.30 Uhr in der Kirche.

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

aufgrund seiner zeitlichen Umfassung durch Allerheiligen/Allerseelen und den Advent kann das Hochfest Christkönig in der Wahrnehmung der Gläubigen leicht zu kurz kommen. Aber ist dieses Fest denn noch zeitgemäß? Verrät die Zeit, in der das Fest eingeführt wurde, nicht viel über die politischen Vorlieben der Kirche? Hat sie die Idee des Königtums im Jahre 1925, nach dem Zusammenbruch vieler großer Monarchien, nicht sozusagen in den Himmel verlegt, wo man vor Revolutionen sicher ist? Und überhaupt: hat die Kirche mit diesem Fest aus dem einfachen Wanderprediger Jesus nicht endgültig etwas anderes, nämlich einen Weltenkönig gemacht?

Doch die Einführung des Festes im Jahr 1925 hat nichts mit dem sieben Jahre zuvor beendeten 1. Weltkrieg zu tun, vielmehr bezieht es sich auf ein sehr viel älteres Datum, nämlich auf das im Jahr 325 abgehaltene Konzil von Nicäa, zu dessen 1600-Jahr-Feier es eingeführt wurde – des Konzils, das die Göttlichkeit Christi gegen Irrlehrer verteidigte und erstmals offiziell erklärte.

Und es ist auch nicht so falsch, wie es manchen scheint, wenn der Wanderprediger Jesus von Nazareth in diesem Fest als König vorgestellt wird. Betonen die Evangelien doch immer wieder seine Abstammung aus dem davidischen Königshaus. Immer wieder wird er von Kranken auch als „Sohn Davids“ angerufen, wobei er nie widerspricht, so dass man davon ausgehen muss, dass er sich selbst sehr wohl als „königlich“ ansah. Schließlich war der Titel „König der Juden“ auch der offizielle Grund für seine Hinrichtung, weshalb am Kreuz auch eine entsprechende Tafel angebracht wurde (Joh 19,19).

Wörtlich verstanden wird der Titel „König der Juden“ Jesus und seiner Bedeutung aber nicht voll gerecht, er war und ist ja viel mehr, als nur ein weiterer Sproß aus der davidischen Königslinie. Sein Anspruch übersteigt das davidische Königtum, dessen Geschichte auch durchsetzt war von Gewalt und Unheil, von der Gier nach Macht und irdischen Gütern.

Jesu Königtum ist ein geistiges oder geistliches, es ist ein Königtum der Wahrheit, für die er Zeugnis ablegt (Joh 18, 37). Sie leuchtet auf in seiner Auferstehung von den Toten, nämlich die Wahrheit, dass es einen Schöpfer gibt, der alles ins Sein und ins Leben gerufen hat, der alles in der Hand hält und trägt, und dessen Macht sich nichts widersetzen kann, nicht einmal der Tod. Die Wahrheit, für die Christus Zeugnis ablegt, leuchtet aber ebenso auf in seinem Tod am Kreuz, denn hier zeigt sich, dass dieser Schöpfer bereit ist, alles zu geben, und sich aus unüberbietbarer Liebe ganz einzusetzen für seine Schöpfung.

Jesu Königtum ist das Königtum Gottes und deshalb geht es alle Menschen an, nicht nur die Juden seiner Zeit. Denn wer auch immer sich auf die von ihm bezeugte Wahrheit einläßt und sich ihr öffnet, der gehört zu diesem Königtum, hat daran teil und kann selbst zu einem königlichen Menschen werden – zu einem innerlich freien Menschen, der ganz bei sich und bei Gott ist und sich gerade deshalb liebend und sorgend ganz für die Mitmenschen öffnen kann.

Mit den besten Segenswünschen Ihr

P. Paul D. Hellmeier OP, Prior

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.