Kirche geöffnet
trotz Bauarbeiten!
Veranstaltungen
in der Theatinerkirche
Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Jubiläums-Benefizkonzert

HEUTE, Donnerstag, 27.04.2017

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
17.00 Uhr
Rosenkranz
17.30 Uhr
Hl. Messe
18.10 Uhr
Abendgebet (Dominikaner)
20.00 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

30.04. 3. Sonntag der Osterzeit
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Neu anfangen
Musik:
Missa de Angelis
03.05. Maiandacht
17.00 Uhr
Andacht
05.05. Herz-Jesu-Freitag
17.30 Uhr
Herz-Jesu-Messe
07.05. 4. Sonntag der Osterzeit
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Wolfgang Hariolf Spindler OP
Thema:
Die einzige offene Tür
Musik:
Missa In illo tempore (1610) von Claudio Monteverdi (1567-1643) und Sancta Maria
10.05. Maiandacht
17.00 Uhr
Andacht
14.05. 5. Sonntag der Osterzeit
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Christophe Holzer OP
Thema:
Der Weg zum Vater
Musik:
Messa da Capella (1641) (aus der Selva morale e spirituale, 1641) von Claudio Monteverdi (1567-1643) Pars Prima
17.05. Maiandacht
17.00 Uhr
Andacht
21.05. 6. Sonntag der Osterzeit
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Wolfgang Hariolf Spindler OP
Thema:
Bittsonntag und Bittgebet
Musik:
Messa da Capella (1650) von Claudio Monteverdi (1567-1643) und Magnificat secondo (aus der Selva morale e spirituale, 1641) Pars Secunda
24.05. Maiandacht
17.00 Uhr
Andacht
25.05. Christi Himmelfahrt
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit Gregorianischem Choral
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Musik:
Cantus Missae in Es (op.109) von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) und Abendlied (Nr.3 aus op.69)

Veranstaltungen

11.05. Führung durch die Bibel
18.00 Uhr
-19.00 Uhr im Dominikanerkloster (Durchgang nach der Abendmesse durch die Sakristei) mit P. Dr. Klaus Obermeier OP, Hebr 9,1-10,18-Christus und die Opfer des Alten Bundes
21.05. Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaft
15.30 Uhr
mit einem Vortrag von P. Dr. Klaus Obermeier OP zum Thema: Bayern und die Reformation-8. Die geistlichen Träger der katholischen Reform.

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten von St. Kajetan.

Hinweis: Aufgrund von Renovierungsarbeiten entfallen vom 25.-30. April 2017 die Beichtgelegenheiten, vielen Dank für Ihr Verständnis.

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

„Gib deine heilige Siebenzahl“, heißt es gegen Ende der Pfingstsequenz und im Hymnus Veni Creator wird der Heilige Geist als „siebenfältig in der Gabe“ angesprochen. Die Sequenz und der Hymnus spielen damit auf die Lehre von den sieben Gaben des Heiligen Geistes an, eine Lehre, die sich schon bei Augustinus und Gregor dem Großen findet. Ihr biblisches Fundament hat sie in einer Stelle aus dem Propheten Jesaja (Vulgata Jes 11,2) wo es über den messianischen Spross heißt: „Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Frömmigkeit. Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht.“

Doch wie genau soll man diese Geistes-Gaben verstehen? Was sind sie, wie wirken sie und wem kommen sie zu? Nach dem hl. Thomas von Aquin, dessen Gedanken zu den Gaben in den Katechismus Eingang fanden, sind sie von Gott geschenkte feste Haltungen, die den Menschen geneigt machen, den Antrieben und Eingebungen des Heiligen Geistes zu folgen. Diese Gaben sollen helfen, die Tugenden vollkommener und vollständiger zu leben, so dass der Mensch im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe, aber auch in der Klugheit, in der Gerechtigkeit, in der Tapferkeit und im Maßhalten gestärkt wird. Die Kirchenväter vergleichen die Gaben deshalb oft mit Segeln, durch die die Seele den Wind und den Anhauch des Heiligen Geistes aufnehmen kann.

Für Thomas sind die Gaben keineswegs nur bestimmten Gläubigen vorbehalten, vielmehr kommen sie allen Getauften zu, die sich im Stand der Gnade befinden – und zwar jeweils alle sieben. Freilich gibt es auch verschiedene Grade ihrer Verwirklichung in den einzelnen Getauften, weshalb ja auch das Gebet um ihre Stärkung und Vertiefung notwendig und sinnvoll ist: für sich selbst, für andere und für die ganze Kirche.

Die höchste Gabe ist für Thomas die Gabe der Weisheit, die er der Tugend der Liebe zuordnet. Diese Gabe lässt den damit Beschenkten das Göttliche tiefer verstehen. Allerdings verdankt sich dieses Verständnis nicht dem nachdenkenden und forschenden Vernunftgebrauch, vielmehr kommt die hier gemeinte Weisheit „von oben“, sie entsteht aus der liebevollen Verbundenheit mit Gott und hilft dabei, Gottes Geheimnisse spontan in rechter und tiefer Weise zu erfassen. Nach Thomas kann der Mensch mithilfe der Gabe der Weisheit auch sein alltägliches Leben in rechter und fruchtbarer Weise ordnen, denn auch in schweren Lebenssituationen, vor schwierigen Aufgaben und mitten in größten Mühen lässt sie ihn Ruhe und Freude finden, eben weil sie aus einer tiefen Herzenseinheit mit Gott hervorgeht. Dass uns der Dreifaltige Gott immer mehr mit seinen sieben Gaben beschenke und uns dadurch helfe, voll Freude und Gelassenheit in allem seinen Willen zu erfüllen, darum dürfen wir in den kommenden Wochen ganz besonders beten.

Mit den besten Segenswünschen Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Prior und Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.