Kirche geöffnet
trotz Bauarbeiten!
Veranstaltungen
in der Theatinerkirche
Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Freitag, 25.05.2018

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
08.15 Uhr
Hl. Messe mit Predigt
12.00 Uhr
Hl. Messe mit Predigt
18.00 Uhr
Rosenkranz
18.30 Uhr
Hl. Messe mit Predigt und Orgel
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

27.05. Dreifaltigkeitssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Verknöchertes Dogma?
Musik:
Mass of St. Dominic von Sir Richhard Terry (1865-1938) Tu solus qui facis mirabilia von Josquin Desprez (1450-1521)
27.05. Konventsandacht
17.00 Uhr
mit Rosenkranz, Predigt und Andacht
28.05. Requiem
08.00 Uhr
für die verstorbenen Mitglieder der Allerseelenbruderschaft
30.05. Maiandacht
17.00 Uhr
Andacht mit Orgelmusik
31.05. Fronleichnam
18.30 Uhr
Abendmesse
01.06. Herz-Jesu-Freitag
17.30 Uhr
Herz-Jesu-Messe
01.06. Herz-Jesu-Freitag
18.00 Uhr
-18.45 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten
03.06. 9. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Klaus Obermeier OP
Thema:
Kraft von Gott (zu 2 Kor 4,6-11)
Musik:
Missa Lauda Sion von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594) Sequenz Lauda Sion von Thomas von Aquin (1225-1274)
10.06. 10. Sonntag im Jahrskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit Gregorianischem Choral
Prediger:
P. Klaus Obermeier OP
Thema:
Dankbarkeit - wofür? (zu 2 Kor 4,13-5,1)
Musik:
Missa de Angelis
17.06. 11. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Klaus Obermeier OP
Thema:
Pro und contra Lohnmoral (zu 2 Kor 5,6-10)
Musik:
Missa Brevis von Andrea Gabrieli (1533-1585)

Veranstaltungen

17.06. Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaft
15.30 Uhr
im Dominikanerkloster mit P. Dr. Klaus Obermeier OP, zur Themenreihe: Elemente der christlichen Spiritualität : 9. Was verstehen wir unter Rechtfertigung?
21.06. Führung durch die Bibel
18.00 Uhr
-19.00Uhr im Dominikanerkloster mit P. Dr. Klaus Obermeier OP, Offb 17,1-19,10 - Die große Stadt Babylon und ihr Untergang

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten von St. Kajetan.

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

aufgrund des frühen Ostertermins in diesem Jahr feiern wir schon am 10. Mai das Hochfest „Christi Himmelfahrt." Dem eiligen Zuhörer mutet der lukanische Bericht vom Aufstieg Christi vielleicht wie ein naives Märchen oder wie ein Mythos an: Ein Mensch wird in die Luft gehoben, bis er irgendwo „oben" verschwindet, andere Menschen schauen staunend zu, himmlische Boten tauchen auf und ergreifen das Wort. Eine märchenhaft-naive oder mythologische Erzählung?

Der Bericht des Lukas ist nichts weniger als das! Denn er steckt voll Theo-logie und Christo-logie, d.h. voll sinnvoller Rede über Gott und Christus, die auch heute noch viel zu sagen hat. Worum geht es Lukas? Zunächst berichtet er von der endgültigen Aufnahme des Auferstandenen in die ganz andere Welt, in die Ewigkeit. Dass er dies als eine nach oben gerichtete Bewegung schildert, kann durchaus einen historischen Kern haben. Schließlich erzählen alle Evangelien von einer grundsätzlich verwandelten, andersartigen und uns fremden Körperlichkeit des Auferstandenen. Freilich ist die Art und Weise des Berichts voll theologischer Symbolik: So wird Jesus von einer Wolke aufgenommen, wobei die Wolke schon im Alten Testament für Gottes geheimnisvolle Gegenwart und Herrlichkeit steht. Die Aufnahme in die Höhe heißt damit Entrückung zu Gott. Oder mit anderen Worten: zum Thron und zur Rechten Gottes, womit das Neue Testament ausdrückt, dass Jesus von nun an zusammen mit Gott regiert.

Lukas ist es wichtig, dass die Apostel, diese ganz konkreten Menschen aus Galiläa, Augenzeugen des Geschehens sind. Wenn sie ihrem Meister lange nachschauen, dann wird darin die Wehmut des Abschieds greifbar. Aus Sehnsucht schauen sie Jesus nach, nicht aus staunender Sensationslust. Nicht nur ihre Augen richten sich also nach oben, sondern auch ihre Herzen.

Zwar ist heutzutage allerorten und auch in der Kirche viel vom „Geerdet-Sein" die Rede und davon, dass man „mit beiden Beinen auf dem Boden" stehen muss - was notwendig und gut ist - aber dem Christen muss es ebensosehr um das höhere Leben gehen. Denn was bleibt von der christlichen Existenz, wenn man es nicht mehr für möglich oder nötig hält, sich durch das Gebet mit der höheren Welt Gottes zu verbinden? Oder was bleibt dem Christen, wenn er nicht mehr glaubt und hofft, dass einen Gott sozusagen „von oben" mit einer besonderen Gnadengabe heiligen will? Ein Christ, der verlernt hat, sich täglich „nach oben" auszustrecken, versinkt im Stress und im Einerlei dieser Welt. Wer sich dagegen immer wieder zu Christus hin erhebt, der erfährt etwas von der Größe und Schönheit Gottes und findet außerdem eine bessere „Über-Sicht" über das eigene Leben.

Mit den besten Segenswünschen Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Prior und Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.