Kirche geöffnet
trotz Bauarbeiten!
Veranstaltungen
in der Theatinerkirche
Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Donnerstag, 21.06.2018

Gedenktag Hl. Aloisius Gonzaga

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
10.00 Uhr
- 12.00 Uhr Beichte
15.00 Uhr
- 17.20 Uhr Beichte
17.00 Uhr
Rosenkranz
17.30 Uhr
Hl. Messe
18.00 Uhr
Führung durch die Bibel
18.10 Uhr
Abendgebet (Dominikaner)
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

24.06. Hochfest der Geburt des Hl.Johannes des Täufers
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Klaus Obermeier OP
Thema:
Der lezte Prophet. Zum Hochfest der Geburt des hl. Johannes des Täufers
Musik:
Missa Canonica von Jacobus Gallus (1550-1591)
24.06.
Stiftungsmesse der KDStV Trifels im CV
Prediger:
P. Klaus Obermeier OP
Thema:
Der lezte Prophet. Zum Hochfest der Geburt des hl. Johannes des Täufers
Musik:
Missa Canonica von Jacobus Gallus (1550-1591)

Veranstaltungen

21.06. Führung durch die Bibel
18.00 Uhr
-19.00Uhr im Dominikanerkloster mit P. Dr. Klaus Obermeier OP, Offb 17,1-19,10 - Die große Stadt Babylon und ihr Untergang

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten von St. Kajetan.

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

aufgrund des frühen Ostertermins in diesem Jahr feiern wir schon am 10. Mai das Hochfest „Christi Himmelfahrt." Dem eiligen Zuhörer mutet der lukanische Bericht vom Aufstieg Christi vielleicht wie ein naives Märchen oder wie ein Mythos an: Ein Mensch wird in die Luft gehoben, bis er irgendwo „oben" verschwindet, andere Menschen schauen staunend zu, himmlische Boten tauchen auf und ergreifen das Wort. Eine märchenhaft-naive oder mythologische Erzählung?

Der Bericht des Lukas ist nichts weniger als das! Denn er steckt voll Theo-logie und Christo-logie, d.h. voll sinnvoller Rede über Gott und Christus, die auch heute noch viel zu sagen hat. Worum geht es Lukas? Zunächst berichtet er von der endgültigen Aufnahme des Auferstandenen in die ganz andere Welt, in die Ewigkeit. Dass er dies als eine nach oben gerichtete Bewegung schildert, kann durchaus einen historischen Kern haben. Schließlich erzählen alle Evangelien von einer grundsätzlich verwandelten, andersartigen und uns fremden Körperlichkeit des Auferstandenen. Freilich ist die Art und Weise des Berichts voll theologischer Symbolik: So wird Jesus von einer Wolke aufgenommen, wobei die Wolke schon im Alten Testament für Gottes geheimnisvolle Gegenwart und Herrlichkeit steht. Die Aufnahme in die Höhe heißt damit Entrückung zu Gott. Oder mit anderen Worten: zum Thron und zur Rechten Gottes, womit das Neue Testament ausdrückt, dass Jesus von nun an zusammen mit Gott regiert.

Lukas ist es wichtig, dass die Apostel, diese ganz konkreten Menschen aus Galiläa, Augenzeugen des Geschehens sind. Wenn sie ihrem Meister lange nachschauen, dann wird darin die Wehmut des Abschieds greifbar. Aus Sehnsucht schauen sie Jesus nach, nicht aus staunender Sensationslust. Nicht nur ihre Augen richten sich also nach oben, sondern auch ihre Herzen.

Zwar ist heutzutage allerorten und auch in der Kirche viel vom „Geerdet-Sein" die Rede und davon, dass man „mit beiden Beinen auf dem Boden" stehen muss - was notwendig und gut ist - aber dem Christen muss es ebensosehr um das höhere Leben gehen. Denn was bleibt von der christlichen Existenz, wenn man es nicht mehr für möglich oder nötig hält, sich durch das Gebet mit der höheren Welt Gottes zu verbinden? Oder was bleibt dem Christen, wenn er nicht mehr glaubt und hofft, dass einen Gott sozusagen „von oben" mit einer besonderen Gnadengabe heiligen will? Ein Christ, der verlernt hat, sich täglich „nach oben" auszustrecken, versinkt im Stress und im Einerlei dieser Welt. Wer sich dagegen immer wieder zu Christus hin erhebt, der erfährt etwas von der Größe und Schönheit Gottes und findet außerdem eine bessere „Über-Sicht" über das eigene Leben.

Mit den besten Segenswünschen Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Prior und Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.