Gottesdienste
in der Theatinerkirche
Veranstaltungen
in der Theatinerkirche
Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Samstag, 31.10.2020

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
17.30 Uhr
Vorabendmesse mit Orgel
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

01.11. Allerheiligen
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Christophe Holzer
Thema:
Wir heissen Kinder Gottes und sind es auch
Musik:
Proprium: ,,Gaudeamus omnes in Domino'' Cantus Missae in Es (op.109) von Johann Gabriel Rheinberger (1839-1901) Ich weiß, dass mein Erlöser lebt von Johann Michael Bach (1648-1694)
06.11. Herz-Jesu-Freitag
17.30 Uhr
Herz-Jesu-Messe
06.11. Herz-Jesu-Freitag
18.00 Uhr
- 18.45 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten
08.11. 32. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Wolfgang Hariolf Spindler OP
Thema:
Das Öl der Bereitschaft
Musik:
Proprium: ,,Intret oratio mea'' Messa Breve für Chor und Orgel von Nino Rota (1911-1979)
15.11. 33. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Jesus und das Kapital
Musik:
Proprium: ,,Dicit Dominus'' Missa Simplex (2010) für Chor und Orgel von Hans Haselböck (*1928)
22.11. Christkönigssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Innocent Smith OP
Thema:
Das habt ihr mir getan
Musik:
Proprium: ,,Dignus est Agnus'' Missa Papae Marcelli von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Der Besuch von Gottesdiensten in der Theatinerkirche ist derzeit im Rahmen eines umfassenden Schutzkonzeptes möglich. Bitte beachten Sie hierzu folgende Punkte:

Beim Betreten der Kirche, beim Verlassen des Sitz- oder Stehplatzes sowie beim Verlassen der Kirche muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden.

Alle Teilnehmer, die nicht unter einem Dach leben, wie z.B. in Familien oder in geistlichen Gemeinschaften, müssen einen Abstand von mindestens 2 Metern einhalten.

Für den Gottesdienst stehen ca. 90-110 Sitzplätze zur Verfügung. Die Sitzplätze sind bereits gekennzeichnet. Teilnehmer, die unter einem Dach leben (s.o.) dürfen zusammen sitzen.

Auch die Besucher, die stehend am Gottesdienst teilnehmen, haben den Sicherheitsabstand zu beachten.

Sobald es die offiziellen Vorgaben erlauben, wird die Vokalkapelle der Theatinerkirche (vormals königliche Hofkapelle) wieder ihren gewohnten musikalischen Dienst aufnehmen. Bis dahin musiziert im Lateinischen Hochamt am Sonntag unsere Orgel sowie Solisten der Vokalkapelle.



Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

ganz nahe beim Eingang unserer Kirche zieht die kleine Figur der Schwarzen Madonna täglich unzählige Menschen an. Viele gehen gezielt dorthin, um dort in Stille zu verweilen, ein Gebet zu sprechen oder ein Anliegen vorzubringen. Viele zünden dann ein rotes Opferlicht an. Andere Besucher bleiben eher zufällig stehen, sind beeindruckt vom Lichtermeer und wollen dann auch selbst eine Kerze entzünden. Die Anziehungskraft Marias scheint ungebrochen, obwohl nicht wenige die katholische Marienverehrung für irgendwie unangemessen halten. Von alters her erblicken Protestanten verschiedenster Richtungen darin eine Ablenkung von Gott, wenn nicht sogar einen latenten Rückfall ins Heidentum. Selbst manche katholische Christen sind nicht frei von diesem Verdacht. Umgekehrt finden dem Christentum Fernstehende die Marienverehrung gerade deshalb gut, weil hier angebliche Reste einer vorchristlichen, evtl. sogar matriarchalischen Religion zu finden seien. So seien z.B. die Schwarzen Madonnen als fernes Echo einer dunklen Erdgöttin zu interpretieren - obwohl sie in Wirklichkeit auf den Vers des biblischen Hoheliedes zurückgehen, in dem die Braut sagt: „Braun bin ich, doch schön, ihr Töchter Jerusalems“ (Hld 1,5).

Gegen die irrigen Vorstellungen und falschen Verdächtigungen ist immer wieder daran zu erinnern, dass hinter der Marienverehrung eine konkrete Person steht, nämlich eine Frau, die in einzigartiger Weise auserwählt war, die Mutter des menschgewordenen Ewigen Wortes zu werden; eine Jungfrau, die in einzigartiger Weise „Ja“ zu Gott sagen durfte. „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38). Immer wieder taucht Maria an entscheidenden Stellen des Neuen Testaments auf: bei der Empfängnis und Geburt Jesu, bei seinem ersten Wunder in Kana, bei seiner Kreuzigung und bei der Sendung des Heiligen Geistes. Erstaunlicherweise wissen wir sonst recht wenig über sie. Spiegelt diese Tatsache vielleicht ihren zurückhaltenden Charakter wider? Basierend auf den biblischen Erzählungen lässt sich ihr Charakterbild um weitere Eigenschaften ergänzen: Maria erscheint als ruhige und nachdenkliche Frau, aber auch als offen für Neues und Unerwartetes. Sie bleibt immer treu, auch in Schwierigkeiten. Sie ist standfest, nicht leicht aus der Bahn zu werfen. Außerdem ist sie tiefgläubig und scheint die religiösen Traditionen ihres Volkes gut zu kennen.

Als reale geschichtliche Person verbürgt uns Maria die Wahrheit der Inkarnation und damit des Heils: Gott hat wirklich aus Maria Fleisch angenommen und ist Mensch geworden. In ihrer historischen Konkretheit steht Maria dafür, dass es sich hierbei nicht um einen Mythos, einen Wunschtraum oder eine bloße Idee handelt. Die Kirche erkannte schon früh ihre Rolle als Bürgin des Heils. Am stärksten drückt sich diese Einsicht im dem Titel „Gottesgebärerin“ (griech. „Theotokos“) aus, ein Ehrentitel, den das Konzil von Ephesus im Jahr 431 feierlich bekräftigte. Zieht man all das in Betracht, dann wird klar: Maria im Sinne der Kirche zu verehren, kann nur zu Gott hinführen. Denn wer auf Maria schaut, blickt immer auch auf ihren Sohn, den wahren Menschen und wahren Gott Jesus Christus. Nicht umsonst trägt sie bei den allermeisten bildlichen Darstellungen das Jesuskind auf dem Arm. Wer Maria verehrt, staunt über die großen Taten Gottes und wird von Dankbarkeit und Liebe zu Gott erfüllt. Wer Maria verehrt, erfährt ihren mütterlichen Trost in Schwierigkeiten und Sorgen und findet neue Kraft auf dem nicht immer einfachen Lebensweg zu Gott.

Mit adventlichen und weihnachtlichen Segenswünschen

Ihr P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.